Bauhaus in Steinfurt

Villa Debbert

Unmittelbar neben dem Gesundheitszentrum am Bauhaus liegt die Villa Debbert. Sie wurde 1934 im Bauhaus-Stil errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Bauherr und Eigentümer war der Arzt Dr. Hohenhorst. Den Entwurf lieferte der Architekt Bernhard Tönies, der in Borghorst geboren war und in Münster lebte. Das unverkennbar Moderne der Architektur sorgte vor Ort für besondere Aufmerksamkeit und Diskussionen. Während die Lokalpresse einerseits die „klare überzeugende Lösung“ des Wohnhauses als „Probe neuzeitlichen Wohnbauens im Münsterland“ lobte, wurde andererseits das Fehlen eines sichtbaren Daches und der Verzicht auf jedweden Schmuck an der Fassade bemängelt.

Die Bauhaus-Skulptur

Vor der Apotheke am Bauhaus steht eine Skulptur von Heinrich Neuy. Sie ist aus dem Wunsch entstanden, in seiner Heimatstadt ein Zeichen im Geiste des Bauhauses zu setzen. Die Botschaft des Kunstwerkes ist der Appell, zum Wohl der Gemeinschaft zu leben.

Heinrich Neuy variiert mit seiner Skulptur das Bauhaus-Signet: Der blaue Kreis steht für unendliche Energie. Das rote Rechteck symbolisiert beharrliche Rechtschaffenheit. Die in die Welt ausgreifende Aktivität des Menschen wird durch das gelbe Dreieck verkörpert.

Die Apotheke am Bauhaus

Das Gebäude, das die Apotheke und das Gesundheitszentrum am Bauhaus beherbergt, entstand auf der Fläche des ehemaligen Gartens der Villa Debbert. Seine Architektur ist stilistisch an den Bauhaus-Stil und damit an die Bauhaus-Villa in unmittelbarer Nachbarschaft angelehnt. Die Planungen wurden vom ortsansässigen Bauhaus-Künstler Heinrich Neuy interessiert verfolgt, der mit seiner Skulptur, die vor dem Gebäude steht, ein Zeichen im Geiste des Bauhauses gesetzt hat.