Osteoporose

Osteoporose zählt zu den häufigsten Knochenerkrankungen beim Menschen. 80% der betroffenen Personen sind Frauen. Doch was versteht man eigentlich unter Osteoporose?

Unter Osteoporose versteht man eine Störung des Knochenstoffwechsels. Vielen ist nicht bewusst, dass der Knochen keine statische Substanz darstellt sondern einem stetigen Auf- und Abbau unterliegt. Für den Aufbau der Knochen sind vor allem Zellen zuständig, die Osteoblasten genannt werden, für den Abbau wiederum die Osteoklasten. In einem gesunden Knochen kompensieren sich beide Vorgänge, so dass die Knochensubstanz regelmäßig erneuert wird. Liegt jedoch Osteoporose vor, ist entweder die Aktivität der Osteoblasten erniedrigt oder die Tätigkeit der Osteoklasten erhöht. Dadurch kommt es zu einer Abnahme der Knochendichte. Ebenso kann die Mikrostruktur des Knochengewebes negativ beeinflusst sein. Infolge dieser Veränderungen im Knochen werden Knochenbrüche begünstigt. Vor allem Wirbel-, Oberschenkelhals- und Unterarmfrakturen sind zu beobachten.

Um einer Osteoporose vorzubeugen, können sowohl Calciumsalze als auch Vitamin D prophylaktisch eingenommen werden. Calcium kann zwar vielfach über die Nahrung aufgenommen werden, Studien haben jedoch bewiesen, dass der tägliche Bedarf darüber kaum erreicht werden kann. Nichts desto trotz kann über die Ernährung dennoch Einfluss genommen werden, weswegen im Folgenden einige Calciumreiche Nahrungsmittel aufgeführt werden:

Nahrungsmittel

mg Calcium pro 100g bzw. 100ml

Spinat

126

Brokkoli

105

Kohlrabi

68

Haselnüsse

226

Schokolade

214

Emmentaler (45% Fett)

1020

Hartkäse (30% Fett)

800

Camembert (30% Fett)

600

Magerkäse (10% Fett)

125

Joghurt (Vollmilch)

120

Milch (Vollmilch)

120

Leberwurst

41

Salami

35

Karpfen

52

Thunfisch

40

Pommes frites (erhitzt)

20

Weißbrot

58

Knäckebrot

55

Roggenvollkornbrot

43

Apfelsine

42

Erdbeere

26

Vitamin D hingegen ist nur schwer über die Nahrung zu erhalten. Fetthaltige Fische zählen zu den wenigen Möglichkeiten. Ansonsten wird es mit Hilfe von Sonneneinstrahlung im Körper selbst gebildet. Um genügend Vitamin D auf diesem Wege zu produzieren, reicht es, sich in den Sommermonaten in der Mittagszeit (zwischen 11 und 15 Uhr) für ca. 15 Minuten ohne Sonnenschutz in der Sonne aufzuhalten. Vitamin D zählt zu den fettlöslichen Vitaminen, d.h. es kann im Körper für ca. 3 Monate gespeichert werden, so dass es zu keinen Mangelerscheinungen im Winter kommt. Zeichnet sich jedoch eine Tendenz zur Osteoporose ab, ist ein erhöhter Bedarf notwendig. Dieser kann über Tabletten zugeführt werden. Vitamin D fördert unter anderem die Calciumaufnahme im Körper. Es lohnt sich daher, direkt ein Kombinationspräparat aus Calcium und Vitamin D zu sich zu nehmen.

Alle weiteren Medikamente unterliegen der Verschreibungspflicht und werden im Regelfall erst eingesetzt, wenn sich eine manifeste Osteoporose ausgebildet hat.